Premiumwanderweg Römerpfad extended, Kordel

Informationen zum Standort
Start: Wanderparkplatz, Ziel: Wanderparkplatz
Strecke: 13 km, Dauer: 3:36 h
49.82481 °N / 6.645067°O

Außerordentlich abwechslungsreicher Premiumwanderweg: römische & keltische Artefakte, eine mittelalterliche Burg, Sandsteinhöhlen, Wasserfälle, Hängebrücken…, all das bietet die Tour

Zunächst geht’s durch idyllische Butzbachtal vorbei an kleinen Wasserfällen, über etliche Brücken und kurze Hängebrücken. Dann gelangt man an ein römisches Kupferbergwerk (im Volksmund „Pützerlöcher“), wo Azurit und Malachit gefördert wurden bis zur Mitte des 2. Jrh.. Danach entstand dort ein römischer Steinbruch. Die Steine von hier wurden u.a. zum Bau der Porta Nigra in Trier und des Kölner Doms verwendet. Bald kommt man zu den Resten einer römischen Langmauer, die einst der Einfriedung von Ackerland diente. Sie war 2 m hoch und umfasste 72 km. Nächstes Highlight ist einen Abstecher zur Hochburg, dem Areal einer einstigen keltischen Fliehburg (nicht mehr viel davon zu sehen). Dafür lohnt der Ausblick. Im Abstieg erreicht die Genovevaspalte und schließlich die riesige Genovevahöhle, eine imposante Sandsteinhöhle von 15 m Durchmesser. Sie diente früher als Fluchtort seit der späten Altsteinzeit (7.000 v.u.Z.) wie Funde von Feuersteinsplittern, Schäbern, Speerspitzen und Steinbeilen zeigen. Weiter fanden sich römische und fränkische Scherben. Den Namen hat die Höhle von der Genoveva-Sage, wonach die dem Tode geweihte Gräfin Genoveva hier Zuflucht suchte ( https://de.wikipedia.org/wiki/Genoveva_von_Brabant ). Weiter durch den Wald gelangt zum letzten Anstieg der Tour. Dabei passiert man eine weitere Sandsteinhöhle, die Klausenhöhle. Hier siedelten bis vor 200 Jahren Eremiten. An den Höhlenwänden finden sich Steinritzungen von Gesichtern. Diese sollten böse Geister abhalten. Diese Höhle, wie auch die Genovevahöhle sind Resultat der Erosion durch den Fluss Kyll. Dann weiter zum Ausgangspunkt Geyerslay mit tollem Ausblick bis zur Burg Ramstein. Dorthin führen die letzten 2 km der Tour. Orientierung: durchgehend gut ausgeschildert, Unerfahrene sollten Karte oder Navi mitnehmen Wegearten: 60% schmale Pfade, 35% Forstwege Einkehrmöglichkeiten Hotel Restaurant Burg Ramstein: https://www.burgramstein.de
Bildquelle:
Michael Kiefer