Kultur und Shopping in Trier – große Landesausstellung

Informationen zum Standort
49.759679 °N / 6.64365°O

Ein Wochenende mit Shopping, Kultur und einer großen Landesausstellung: Dafür bietet sich Trier als ideales Ziel an! Bummeln Sie am Samstag durch die Einkaufsmeile, genießen Sie Wein und Kulinarik, um dann am Sonntag die kulturellen Schätze aus der Römerzeit zu bewundern.

Trier: Die älteste Stadt Deutschlands

Im Jahr 17 vor Christus gegründet, blickt die Moselmetropole heute auf eine über 2.000-jährige Stadtgeschichte zurück und ist damit wohl die älteste Stadt Deutschlands.

Ihr römischer Name „Augusta Treverorum“ geht auf den keltischen Stamm der Treverer zurück, dessen Gebiete sich im ersten Jahrhundert vor Christus zwischen Maas und Rhein erstreckte. Unter anderem war Trier Regierungssitz des weströmischen Reiches. Viele römische Bauwerke sind heute noch zu bewundern. Nicht umsonst gehören sie zum UNESCO Welterbe. So ist Trier auch für Fans der Architektur ein absolut lohnenswertes Ziel.

Highlight in diesem Jahr: Die große Landesausstellung „Untergang des Römischen Reiches“ zeigt die letzte Epoche des Römischen Reiches im 4. und 5. Jahrhundert. Sie läuft vom 25. Juni bis zum 27. November 2022.

 

Porta Nigra Konstantin-Basilika (Foto: Mosellandtouristik GmbH/Dominik Ketz)
Porta Nigra Konstantin-Basilika (Foto: Mosellandtouristik GmbH/Dominik Ketz)

 

Shopping & Design – unsere Geheimtipps

Trier ist nicht nur die älteste Stadt Deutschland, sondern auch eine der schönsten! Die Stadt hat eine sehenswerte Fußgängerzone, die fast alle wichtigen Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet. Sie bietet sich geradezu an, zu bummeln, zu shoppen und in einem der vielen Straßenlokale einzukehren.

Was aber die wenigsten wissen: Durch die Fachrichtung Modedesign an der Trierer Hochschule gibt es viel kreatives Potenzial und interessante Design-Stores. Wir geben Ihnen die besten Tipps!

 

Herzstück dieser Design-Szene ist die Neustraße:

  • Minimalistische Mode made in Germany gibt es im NNIstudio in der Neustraße 86. In diesem kleinen, feinen Atelier wird hochwertige Kleidung konzipiert und realisiert. Die klaren Schnitte und das zeitlose Design unterwerfen sich dabei keinem saisonalen Trend und lassen sich perfekt miteinander kombinieren. Alle Teile werden in Deutschland hergestellt.

 

NNistudio (Foto: Esther Raudszus)
NNistudio (Foto: Esther Raudszus)

 

  • Individuelle, professionelle und nachhaltige Designerkleidung für jeden Geschmack verkauft die Modedesignerin Anna Isaeva in ihrem Laden Nusia in der Neustraße 62. Von der ersten Entwurfsskizze bis hin zum fertigen Kleidungsstück kommt alles aus einer Hand! Die verwendeten Stoffe werden ebenfalls alle in Deutschland entwickelt und in Europa fair produziert.

 

Shopping bei einer Modedesignerin: Nusia (Foto: Mosellandtouristik GmbH/Dominik Ketz)
Shopping bei einer Modedesignerin: Nusia (Foto: Mosellandtouristik GmbH/Dominik Ketz)

 

  • Edles Kunsthandwerk und Design finden Sie in der Ladengalerie Ideenreich, Neustraße 24. Hier gibt es Schmuck, Keramik, Textiles, Fotos und Handwerkskunst. Ein Team aus 13 Frauen bereichert schon seit drei Jahrzehnten diese kreative Spielwiese.

 

Ideenreich (Foto: Mosellandtouristik GmbH/Dominik Ketz)
Ideenreich (Foto: Mosellandtouristik GmbH/Dominik Ketz)

 

  • Speziell für Mütter und ihre Kinder: Nachhaltige und bunte Mode entwirft und produziert das Team von Fräulein Prusselise in der Neustraße 23. Die beiden Inhaberinnen haben nach ihrem Modedesign-Studium 2002 das Unternehmen gegründet, seitdem arbeiten und entwerfen sie Mode gemeinsam in ihrem Atelier. Nachhaltigkeit und faire Produktion liegen den beiden besonders am Herzen.

 

Fräulein Prusselise (Foto: Fräunlein Prusselise)
Fräulein Prusselise (Foto: Fräunlein Prusselise)

 

  • Auf der Suche nach einem neuen Schmöker oder einem Geschenk für die Kleinen? Dann spazieren sie weiter bis zur Neustraße 70. Der kleine Buchfink ist eine Kinder- und Verlagsbuchhandlung mit einer liebevollen Auswahl an außergewöhnlichen und klassischen Kinderbüchern, Titeln für Erwachsene sowie die Möglichkeit zur Wunschbestellung über Nacht.

 

Das ist eine tolle Familienbuchhandlung!
Der Kleine Buchfink in Trier (Foto: Yve Michels)

 

Auch außerhalb der Neustraße haben wir zwei Tipps für Sie:

 

  • Für Fans der avantgardistischen Mode ist der Store von Tanja Kriebel in der Jakobstraße 33 die richtige Adresse. Slow Fashion ist hier das Stichwort. Die Produktion der Muster- und Kollektionsteile erfolgt ausschließlich in Deutschland, aus hochwertigen Stoffen und Garnen, aus Europa, die aus Überproduktionen anderer Labels stammen. Tanja Kriebel lässt für ihre Kollektionen keine neuen Stoffe mehr weben. Die Stückzahl ihrer Kollektionsteile ist daher begrenzt.

 

Mütze mit Handytasche von www.tanjakriebel.devon
Mütze mit Handytasche (Foto: www.tanjakriebel.de/Edouard Olszewski)

 

  • Neu ist der Mode-Store „Le Mode“ von Hang Le in der Maarstraße 6. Die gebürtige Vietnamesin lebt und arbeitet seit 2012 in Trier. Nach Abschluss ihres Modedesignstudiums an der Trierer Hochschule gründete sie ihr eigenes Label und verkauft seitdem selbst entworfene Kleidung, die sie in ihrem Heimatland Vietnam produzieren lässt.

 

 

Kulinarische Tipps zur Stärkung zwischendurch oder danach

Ein ausgiebiger Einkaufsbummel macht hungrig! In der inhabergeführten Krämerei Trier können Sie sich mit einem Mittag- oder Abendessen stärken. Serviert werden französisch inspirierte Gerichte und ein wöchentlich wechselndes saisonales Menü. Das Restaurant ist in der Neustraße 29.

Das Restaurant „Schlemmereule“ finden Sie gegenüber vom Dom, Domfreihof 1b. Sie lädt zur Mittagszeit zum Plat du Jour ein, und natürlich gibt es auch abends kulinarische Genüsse, u.a. inspiriert vom nahen Frankreich und Luxemburg. Die Weinkarte umfasst über 200 Positionen der besten Moselweingüter.

In Trier darf auch der Besuch eines Weinlokals nicht fehlen. Wie wäre es zum Beispiel mit Ulysses Weinreise in der Jakobstraße 32? Hier in der Weinbar gibt es zahlreiche Bioweine aus der Region. Auch für die passenden regionalen kulinarischen Köstlichkeiten ist gesorgt. In der Brückenstraße 7 bietet „Das Weinhaus“ eine umfangreiche Auswahl an Moselweinen von renommierten Weingütern an – frei nach dem Motto: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.“

 

 

Highlight 2022: Die große Landesausstellung

 

Dieses wundervolle Elfenbeinrelief mit Reliquienprozession sehen Sie im Trierer Domschatz.
Elfenbeinrelief mit Reliquienprozession, Domschatz Trier (Foto: A. Münchow)

 

Das römische Imperium war gewaltig. Es existierte über Jahrhunderte hinweg und umfasste auf seinem Höhepunkt ein riesiges Gebiet. Doch trotzdem ging das Römische Reich unter – aber warum und wie? Was führte zu seinem Niedergang?
Die Suche nach den Gründen bewegt schon lange die Gemüter und wird nun zum ersten Mal in einer großen Landesausstellung fortgeführt.

Vom 25. Juni bis zum 27. November 2022 zeigen das Rheinische Landesmuseum, das Stadtmuseum Simeonstift und das Museum am Dom die Landesausstellung Rheinland-Pfalz 2022 „Der Untergang des Römischen Reiches“ in drei Museen und 31 Ausstellungsälen auf insgesamt 2.000 qm.

Die drei Standorte spezialisieren sich dabei auf verschiedene Perspektiven:

  • Das Rheinische Landesmuseum legt den Fokus auf das 4. und 5. Jahrhundert. Außergewöhnliche Objekte aus der eigenen Sammlung und internationale Spitzenexponate lassen die zweifellos spannende, wenn auch wenig bekannte Epoche des Untergangs lebendig werden. Die historische Ausstellung legt die zahlreichen Faktoren und Ursachen offen, die zum Niedergang geführt haben, verdeutlicht aber auch, welche römischen Traditionen in gewandelter Form überlebten.
  • Der Blick des Museums am Dom richtet sich in „Im Zeichen des Kreuzes – Eine Welt ordnet sich neu“ auf den Aufstieg des Christentums bis ins 7. Jahrhundert. Die frühe aufstrebende christliche Kirche mit ihren Bischöfen füllte nach und nach das Machtvakuum, das durch den Zerfall römischer Verwaltungsstrukturen langsam entstand. Auch dadurch spielt das Christentum bei der Weitergabe und Bewahrung römischer Traditionen eine entscheidende Rolle.
  • Das Stadtmuseum Simeonstift beleuchtet zuletzt in „Das Erbe Roms. Visionen und Mythen in der Kunst“ das Fortleben des Römischen Reiches in der Kunst- Kulturgeschichte. Kunstwerke aus fünf Jahrhunderten erzählen von der Faszination für die Idee „Rom“, deren Echo bis in die Gegenwart reicht. Die spannungsgeladene Bilderwelt zeigt, wie das Imperium Romanum und sein Untergang mal als „schlimmstes Unglück“, bald als „glänzender Triumph der Freiheit“ immer wieder neu interpretiert, gedeutet und verarbeitet wurde.

 

Modernes Kulturprogramm zur Landesausstellung

Viele Kunst- und Kulturschaffende haben sich vom Untergangsthema inspirieren lassen. Es erscheint heute aktueller denn je! Das Kulturangebot spannt einen interessanten Bogen von der Antike bis in die Gegenwart. Sie haben die Wahl von Kunst & Design bis hin zu Musik, Theater, Tanz und Poetry Slam.

Über diesen Link gelangen Sie zum aktuellen Kulturprogramm.

 

Sie Dir diese Fotos von Alea Horst an!
Alea Horst: Appell an die Menschlichkeit. Impressionen zu Untergang und Hoffnung. Ausstellung mit Begleitprogramm in der Tufa Trier 17. Juni – 10. Juli 2022

 

Das UNESCO Welterbe besichtigen – römische Kultur in Trier

Die drei Standorte der großen Landesausstellung befinden sich direkt bei wichtigen römischen Sehenswürdigkeiten der Stadt, sodass Sie Ihren Stadtrundgang sehr gut mit dem Ausstellungsbesuch kombinieren können:

  • Das Stadtmuseum Simeonstift finden Sie unmittelbar neben der berühmten Porta Nigra, dem ehemaligen römischen Stadttor. Reste der antiken Stadtmauer sehen Sie im Unterschoss der Museums.
  • Das Museum am Dom liegt – wie der Name schon sagt – direkt neben dem Dom in der Windstraße (auch sie macht ihrem Namen alle Ehre). Dieses große Gotteshaus müssen Sie natürlich unbedingt besichtigen! Genauso die gotische Liebfrauenkirche, die direkt an das Domgebäude grenzt. Auch sie gehört zum UNESCO-Welterbe.
  • Wenn Sie durch den Palastgarten zum Rheinischen Landesmuseum spazieren, passieren Sie die imposante Konstantin-Basilika. Sie war früher der Thronsaal römischer Kaiser! Gehen Sie auf jeden Fall hinein.

 

Wir stellen Ihnen das antike UNESCO Welterbe in Trier ausführlicher vor:

 

Konstantin-Basilika
Eigentlich war das Gebäude ein antiker Thronsaal, der von Kaiser Konstantin dem Großen etwa im Jahr 310 errichtet wurde, damals unter dem Namen „Aula Palatina“. Dieser Monumentalbau ist der größte noch erhaltene säulenlose Raum der Antike und zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das Bauwerk ist mehr als imposant: 30 Meter hoch, 67 Meter lang und 28 Meter breit. Die Rundbogenfenster sind 7 Meter hoch und bis zu 3,50 Meter breit. Die Fenster sind verglast.

Der pompöse Bau sollte mit schwarz-weißem Marmorfußboden, Statuen aus Porphyr, Mosaiken und Marmorplatten an den Wänden als Thronsaal Luxus und Macht demonstrieren. Sie war sogar mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, die den riesigen Raum  im Winter heizte.

Von den Franken teilweise zerstört, verwandelte sich der Bau im Mittelalter in eine Burganlage, später wurden die Mauern für die Residenz der Trierer Erzbischöfe und Kurfürsten recycelt. Das große Kurfürstliche Palais ist noch heute eng mit der Basilika verbunden. Erst die Preußen verliehen dem Bau im 19. Jahrhundert wieder seine monumentale Größe und machten ihn zum protestantischen Gotteshaus – als Pendant zum katholischen Dom.

Mehr Infos zur Konstantin-Basilika

 

Konstantin-Basilika (Foto: Mosellandtouristik GmbH, Dominik Ketz)
Konstantin-Basilika (Foto: Mosellandtouristik GmbH, Dominik Ketz)

 

Dom Sankt Peter
Der Dom ist einer der Kulturschätze der Menschheit, die Sie unbedingt gesehen haben sollten. Seine zeitlos aktuelle Botschaft: Einheit in der Vielfalt. Der Trierer Dom beeindruckt durch einen weltweit einzigartigen Stilmix, der ihn zum UNESCO-Weltkulturerbe macht: An dieser ältesten Bischofskirche Deutschlands haben seit 1.700 Jahren alle Generationen von der Römerzeit bis zur Gegenwart architektonisch wie künstlerisch ihre Spuren hinterlassen.

Seine kostbarste Reliquie, der Heilige Rock – der Überlieferung nach die Tunika Christi – macht ihn bis heute zu einer bedeutenden Wallfahrtsstätte. Geheimnisvoll bleibt die Echtheit und Herkunft der Reliquie. Die Hl. Helena, Mutter des römischen Kaisers Konstantin, soll sie von einer Pilgerreise mit nach Trier gebracht haben.

Tatsächlich gab es in hier Ende des 3. Jahrhunderts eine Christengemeinde, und aus ihrer kleinen Hauskirche entstand im 4. Jahrhundert die größte Kirchenanlage der damaligen Zeit. Noch erhalten ist der spätantike Quadratbau im Zentrum des Doms, der in den nachfolgenden Jahrhunderten in den jeweiligen Stilrichtungen erweitert und ergänzt wurde. Dabei blieb er stets Kirchenraum. Sehen Sie sich auch die Schatzkammer im Dom an!

Die Dom-Info hat die wichtigsten Infos zur Geschichte und den Öffnungszeiten.

 

Das ist der römische Kernbau im Trierer Dom.
Römischer Teil des Trierer Doms (Foto: A. Kordel)

 

 

Porta Nigra
Dies ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und zählt zum Welterbe der UNESCO. Ein wirklich eindrucksvolles Bauwerk!

Gehen Sie durch die mächtigen Torbögen, treten Sie ein in den Westturm, spazieren Sie durch den ganzen Torbau bis hoch zum obersten Geschoss und genießen Sie die Aussicht über die Stadt.

Die Porta Nigra war einst das nördliche Stadttor in einer über 6 km langen Stadtmauer, die das römische Trier großzügig umgab. Dass es so ungewöhnlich gut erhalten ist, verdanken wir dem mittelalterlichen Mönch Simeon, der hier als Eremit lebte und nach seinem Tod heiliggesprochen wurde. Ihm zu Ehren ließ der Erzbischof die Porta Nigra in eine Doppelkirche umbauen. Gleich daneben entstand das Simeonstift, heute Sitz des Stadtmuseums, in dem Sie noch Reste der antiken Stadtmauer finden.

Erbaut wurde das „Schwarze Tor“ um 170 nach Christus aus einst hellen Sandsteinquadern. Einige stammen nachweislich aus dem Steinbruch „Pützlöchern“ bei Butzweiler, der noch zu besichtigen ist. Mit der Verstaatlichung des Kirchenbesitzes unter Napoleon wurde aus dem Sakralbau wieder ein römisches Stadttor – aber nicht ganz: Sie finden immer noch Spuren der christlichen Vergangenheit.

Alles Weitere zur Porta Nigra gibt es hier.

 

Porta Nigra in Trier (Foto: Mosellandtouristik GmbH, Dominik Ketz)
Porta Nigra in Trier (Foto: Mosellandtouristik GmbH, Dominik Ketz)

 

Kaiserthermen

Sie waren als gigantisches Luxusbad geplant: als Geschenk von Kaiser Konstantin für seine Trierer Bevölkerung. Realisiert werden sollte das Großprojekt im Zuge des Bauprogramms für seinen Palastbezirk. Ob die Kaiserthermen aber jemals zum Baden dienten, ist fraglich. In unsicheren Zeiten brauchte man die Anlage eher für militärische Zwecke. Ein Kasernenbau musste her, vielleicht für die berittene kaiserliche Garde. In nachrömischer Zeit nutzten die Menschen die antiken Mauern als Bauteile für eine Burg, eine Stadtmauer und ein Kloster.

Ein Aussichtspunkt verschafft Ihnen einen guten Überblick über die Anlage, und nehmen Sie sich anschließend Zeit für einen ausführlichen Rundgang. Unter der hohen Fensterfront des Warmbads werden Sie sich richtig winzig vorkommen! Hier waren sogar die Wände beheizt, vom Fußboden ganz zu schweigen. Die „Unterwelt“ der Kaiserthermen mit ihren weit verzweigten, dunklen Bedienungsgängen zeigt Ihnen die Schattenseite von so viel Luxus.

Ein Film zeigt Ihnen anschaulich die Entwicklung der Stadt Trier zur Kaiserresidenz und die wechselvolle Geschichte der Kaiserthermen.

Hier finden Sie die Öffnungszeiten und weitere Infos.

 

Kaiserthermen in Trier (Foto: A. Kordel)
Kaiserthermen in Trier (Foto: A. Kordel)

 

Amphitheater
Einst ein Ort der Massenunterhaltung, zählt die römische Stätte heute zum Welterbe der UNESCO. Die Gladiatoren sind aber nicht ganz verschwunden.

Amphitheater gehörten quasi zur Grundausstattung vieler römischer Städte, und erst recht natürlich in einer Metropole wie Trier. Tierhatzen und Gladiatorenkämpfe, Hinrichtungen, aber auch musische Vorträge und religiöse Festspiele zählten zum Unterhaltungsprogramm. Kino gab es ja noch nicht, aber schon damals sorgte eine pfiffige Bühnenmaschinerie für spannende Inszenierungen.

Lassen Sie die ausgeklügelte Architektur dieser Stätte auf sich wirken, die – trotz mittelalterlichem Stein-Recycling – immer noch beeindruckt. Sie können durch die alten Zuschauergänge hoch auf die Ränge oder einfach durch die breite Einfahrt direkt in die Arena gehen und sich dort wie ein Gladiator fühlen. In der Antike hätten Sie bis zu 20.000 Zuschauer!

In der hohen Brüstungsmauer sind noch Kammern und Käfige zu sehen, in der Tiere wie Menschen auf ihren Auftritt warteten. Treppen führen Sie in den geräumigen Keller. Die spannende Geschichte dieses Ortes wird regelmäßig durch Schauspieler in der Rolle des „Gladiators Valerius“ zu neuem Leben erweckt.

Öffnungszeiten und weitere Infos unter diesem Link.

 

Gladiator Valerius im Amphitheater (Foto: Trier Tourismus und Marketing GmbH)
Gladiator Valerius im Amphitheater (Foto: Trier Tourismus und Marketing GmbH)

 

Barbarathermen
Dies war einst eine römische Wellness-Oase, fast sechs Fußballfelder groß. Eine der Top-Adressen im Imperium Romanum – und heute UNESCO Welterbe.

Zur Zeit ihrer Entstehung im 2. Jahrhundert war dies die zweitgrößte Thermenanlage des gesamten Römischen Reichs und bot auf 42.000 Quadratmetern Wellness und Entspannung auf höchstem Niveau. Spazieren Sie über den Besuchersteg und sehen Sie sich die Rekonstruktionsdarstellungen an. Der Bau war prachtvoll mit Marmor und Kunstwerken ausgestattet und verfügte über mehrere Badebecken, die zum Teil beheizt waren. Nischen gestaltete man als Meeresgrotten.

Aber es ging den römischen Gästen um mehr als „nur“ baden. Thermen waren gesellige Treffpunkte, Orte für Schönheit und Kulturgenuss. Daher gab es ein Kulturzentrum, Bibliotheken, Restaurants, Läden und einen Schönheitssalon. Kurzweil der Superlative. Nur nicht für diejenigen, die für diesen Luxus schuften mussten. Heute sehen Sie noch die unterirdischen Gänge, von denen aus die Heizungsanlage bedient wurde.

Bis ins 5. Jhd. war die Anlage in Betrieb und diente dann als Steinbruch. Ihren Namen erhielt sie durch den ehemaligen Trierer Vorort „St. Barbara“, ein altes Fischer- und Schifferdorf.

Infos gibt es hier.

 

 

 

Die Römerbrücke

Wollen Sie über eine original römische Moselbrücke gehen? In Trier können Sie das. Und diese Brücke zählt sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO!

Wer sich früher der Römermetropole Trier von der Eifelseite aus näherte, kam genau über diese Brücke und hatte gleich einen prächtigen Blick auf die Stadt mit ihren symmetrisch angelegten Straßen und Häuserblocks. In der Blickachse lag das Forum, rechts vorne sah man die gigantischen Barbarathermen, einst die zweitgrößte Badeanlage des gesamten Römischen Reiches.

Die Straßen haben sich im Laufe der Zeit verändert, und die Bauwerke sind auf wenige – aber noch immer interessante – Reste geschrumpft. Nur die Römerbrücke funktioniert nach wie vor als wichtiger Moselübergang. Als die Stadt im Jahr um 17 vor Christus unter Kaiser Augustus gegründet wurde, bauten die Römer an dieser Stelle zunächst eine Holzbrücke. Von ihr ist heute noch die Holzscheibe eines Eichenpfahls im hiesigen Rheinischen Landesmuseum zu sehen. Sie belegt eindeutig, dass Trier die älteste Stadt Deutschlands ist! Rund 90 Jahre lang blieb die Holzkonstruktion in Funktion und wurde dann von einer Steinbrücke ersetzt. Von einer dritten antiken Brücke sind heute noch die Pfeiler erhalten.

Noch mehr Infos erhalten Sie über diesen Link.

 

Über diese Römerbrücke in Trier müssen Sie gehen.
Römerbrücke in Trier (Foto: shapefruit GmbH)

 

 

Igeler Säule in Igel

Dieses bilderreiche römische Grabmal zählt die UNESCO zu den wichtigsten Kulturschätzen der Welt. Wie durch ein Wunder blieb sie rund 1.800 Jahre an Ort und Stelle erhalten und erzählt Geschichten aus dem Leben einer reichen Trierer Tuchhändlerfamilie. 23 Meter ragt das Pfeilergrabmal empor, stand an einer alten Römerstraße und markierte möglicherweise den „Grabgarten“ der Familie.

Das Monument wird auf die Zeit um 220 n. Chr. datiert und war einst bunt bemalt. Auf der Seite zur Straße hin sehen Sie eine Abschiedsszene: Ein Junge reicht seinem Vater die Hand. Andere Reliefbilder stellen Alltagsszenen aus dem Unternehmeralltag dar: Tuch wird geprüft, Geldgeschäfte werden getätigt, Ballen geschnürt und Waren zu Land und zu Wasser transportiert.

Die Familie der Secundinier betrieben offensichtlich weithin Handel, und es ist belegt, dass Stoffe aus der Gegend bis nach Rom exportiert wurden. Die Tuchwaren wurden dort wohl nicht als Luxusware gehandelt, aber als warme, wind- und regenfeste Outdoorbekleidung geschätzt. Kein Wunder also, dass die Secundinier zu Wohlstand kamen. Zur Anfahrt: Das Winzerdorf Igel gehört zwar nicht mehr zum Stadtgebiet von Trier, ist aber sowohl mit dem Auto als auch mit dem Bus bequem zu erreichen.

Lesen Sie die Infos unter diesem Link!

 

Dieses antike Grabdenkmal in Igel gehört zum UNESCO Welterbe!
UNESCO Welterbe Igeler Säule (Foto: Günter Dixius)

 

Anreise nach Trier:

Über die Autobahn:
A 1 aus Richtung Saarbrücken (ca. 1:00 h Fahrzeit)
A 1 aus Richtung Kaiserslautern (ca. 1:15 h Fahrzeit)
A 1/A 48 aus Richtung Koblenz (ca. 1:15 h Fahrzeit)
A 1/A 48 aus Richtung Köln (ca. 2:00 h Fahrzeit)
A 64 aus Richtung Luxemburg (ca. 0:30 h Fahrzeit)

 

Über die Bundesstraßen können Sie Trier ebenfalls erreichen:
Durch die Eifel: B 51 aus Richtung Prüm/Bitburg
Entlang der Saar: B 51 aus Richtung Saarbrücken
Über die Moselweinstraße: B 49/B 53 aus Richtung Cochem/Bernkastel-Kues
Über die Hunsrückhöhenstraße: B 327/B 52 aus Richtung Hunsrück
Entlang der Mosel: B 419/B 51 aus Richtung Frankreich/Luxemburg

 

Mit der Bahn:
Es gibt regelmäßige Regionalexpress- und Regionalbahnverbindungen von und nach Koblenz (Moselstrecke), Luxemburg, Saarbrücken (Saarstrecke), Köln (Eifelstrecke über Gerolstein) und Mannheim. Sie können auch die Regionalbahnverbindung von und nach Perl (Obermoselstrecke) nutzen, an Wochenenden als Regionalexpress von und nach Metz (Frankreich).

 

Übernachten in Trier

Möchten Sie ganz romantisch in einer weißen Jugendstilvilla nächtigen? Das können Sie im Hotel Villa Hügel. Das Haus einer Weinhändlerfamilie an der Mosel wurde 1914 erbaut und lädt mit 45 Zimmern, einem Saunabereich und einem Skypool zum Entspannen und Wohlfühlen ein.

Oder Sie buchen sich im modernen Park Plaza Hotel mitten in der Stadt ein und genießen Sie römische inspirierte Wellness!

Lieber ein kleineres Hotel Garni? Da gäbe es zum Beispiel das Hotel Porta Nigra, das nur wenige Schritte von der Porta Nigra entfernt ist.

Weitere Unterkünfte können Sie ganz bequem online suchen & buchen.