Vergangenheit virtuell erleben

    Rekonstruktion des Tempels in Dalheim (ARGO - Augmented Archaeology (Universität Trier))
    Augmented Reality des Vicus Kirchberg (ARGO - Augmented Archaeology (Universität Trier))
    Römisches Kastell in Bitburg (Rekonstruktion: ARGO - Augmented Archaeology (Universität Trier))
    Rekonstruktion der Römerstraße bei Meckel nahe Bitburg (ARGO - Augmented Archaeology (Universität Trier))
    Rekonstruktion der Römischen Villa Otrang (CC BY ARGO. Augmented Archaeology (Universität Trier))
    Rekonstruktion der Römischen Villa in Echternach (ARGO - Augmented Archaeology (Universität Trier))

Von der steinzeitlichen Grabstätte über die römische Straßensiedlung bis zur mittelalterlichen Burg – 110 archäologische und historische Denkmäler in Luxemburg und Rheinland-Pfalz werden mit einer neuen App am authentischen Ort wieder sichtbar.

Für „ARGO – Augmented Archaelogy“ wurden längst verschwundene Bauwerke dreidimensional rekonstruiert. Vor Ort verschmelzen die Grafiken auf Smartphone oder Tablet mit der Realität und machen Geschichte auf eine besondere Weise begreifbar.

„Das Projekt ARGO ist für mich ein absolutes Vorzeigeprojekt für digitale Innovation in Rheinland-Pfalz“, so Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, beim virtuellen Projektstart am heutigen Mittwoch (18. November). „Es verbindet viele Stärken unseres Landes in einer App: Historische Kulturschätze, digitale Teilhabe, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und interdisziplinäre Forschung.“

Es ist kein Zufall, dass der Name des Projekts an das bekannte Schiff aus der griechischen Mythologie erinnert. Auch heute geht man mit ARGO auf eine Entdeckungsfahrt; nur erkundet man hier die Geschichte der Großregion. Die Nutzerinnen und Nutzer sehen ein längst vergangenes Denkmal, können sich ihm nähern oder es umschreiten und erleben so Vergangenheit. So wird etwa auf der Bergkuppe von Traben-Trarbach an der Mosel die ganze imposante Burganlage der Grevenburg sichtbar. In Bundenbach im Hunsrück zeigt sich, wie groß die ehemalige keltische Höhensiedlung Altburg wirklich war. Und im luxemburgischen Dalheim, wo heute nur ein Bruchteil der 35 Hektar großen römischen Siedlung zu sehen ist, erscheinen dank der App zwei prachtvolle römische Tempel.

Auch einige Stationen des Netzwerks „Straßen der Römer“ werden durch die ARGO-App nun noch anschaulicher. Das Informationsangebot soll dazu beitragen, die Faszination für das reichhaltige historisch-archäologische Erbe in der Großregion zu wecken und richtet sich sowohl an Touristen als auch an Einheimische. Interessenten werden über die ARGO-Standorte vor
Ort durch Schilder, über die touristischen Informationsangebote oder über einen eigenen Routenplaner informiert. Häufig befinden sich die Standorte im Bereich von Wanderwegen – so kann „AR-GO“ auch als Aufforderung verstanden werden, sich auf den Weg zu machen.

Informationstexte stehen für verschiedene Altersstufen und in einfacher Sprache bereit. Die Texte sind in den fünf touristisch relevanten Sprachen (Englisch, Luxemburgisch, Französisch, Niederländisch und Deutsch) verfasst.

Die umfangreiche App mit allen Modellen kann für Android (ab Version 7) im Google Playstore und für Apple-Geräte (IOS) im App Store heruntergeladen werden.

„ARGO – Augmented Archaeology“ ist ein transnationales LEADER-Projekt. Es wird unter Beteiligung der Länder Luxemburg und Rheinland-Pfalz durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert.
Projektträgerin ist die Universität Trier.