Unser Familientipp: Zeitreise „Abenteuer Technik“

Informationen zum Standort
50.36633 °N / 7.616°O
    Römerbergwerk Meurin (Foto: K.-P. Kappest)
    Römerbergwerk Meurin (Foto: K.-P. Kappest)
    Römerbergwerk Meurin (Foto: K.-P. Kappest)
    Mayener Grubenfeld (Foto: A. Kordel)
    Mayener Grubenfeld (Foto: K.-P. Kappest)
    Festung vom Rhein aus gesehen_(Foto: GDKE, Ulrich Pfeuffer)
    Portikus des Landesmuseums Koblenz_(Foto: GDKE, Ulrich Pfeuffer)
    Landesmuseum Koblenz - Archäologie (Foto: GDKE Ulrich Pfeuffer)
    Grabfund aus St. Aldegund im Landesmuseum Koblenz (Foto: GDKE, Ulrich Pfeuffer)
    Römische Glasobjekte im Landesmuseum Koblenz (Foto: GDKE, Ulrich Pfeuffer)
    Römische Gottheit im Landesmuseum Koblenz (Foto: GDKE, Ulrich Pfeuffer)

Das ist die ideale Kurztour für die Osterferien! Übernachten Sie in Koblenz hoch über dem Deutschen Eck und unternehmen Sie einen Ausflug in den Vulkanpark Osteifel. Bis 24. April ist die Mitmachausstellung "Räuber Hotzenplotz" auf der Festung Ehrenbreitstein zu sehen.

Von spannenden Mitmach-Ausstellungen über Kulturveranstaltungen bis hin zu beeindruckenden Festungsbauten kann die ganze Familie in zwei Tagen so einiges erleben. Auf diesem Wochenendausflug in Koblenz und Umgebung können Kinder und Erwachsene auf unterschiedlichen Stationen ihre Neugier befriedigen.

Bei einem Familienausflug sollte für alle etwas dabei sein. Rund um Koblenz tummeln sich vielfältige Angebote, um einen Wochenendausflug mit Kindern mit faszinierenden Erlebnissen zu füllen. Unser Reisetipp führt Sie in zwei Tagen zu archäologischen Ausstellungen, rekonstruierten Maschinen, antiken Bergwerkstollen und Kulturveranstaltungen rund um das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.

 

 

Samstag: Festung Ehrenbreitstein und Koblenzer Altstadt

 

Festung Ehrenbreitstein, Koblenz
Festung Ehrenbreitstein, Blick auf das Landesmuseum
(Foto: Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Ulrich Pfeuffer)

 

Der erste Tag des Wochenendausflugs dreht sich rund um die Festung Ehrenbreitstein und die Koblenzer Altstadt. Die imposanten Bauwerke auf der Route, einige von ihnen mit tausenden Jahren Geschichte, bieten zahlreiche erlebnisreiche Ausstellungen über ihre Geschichte.

Der Ausflug beginnt mit einer technischen Sehenswürdigkeit: Der Schrägaufzug hebt Sie in nur rund vier Minuten die 94 Höhenmeter aus dem Ehrenbreitsteiner Tal direkt in die Festung Ehrenbreitstein. Dort checken Sie bei der Jugendherberge ein, in der Sie günstige Familienzimmer mit Blick über Koblenz buchen können.

Anfahrt: Den Festungsaufzug erreichen Sie fußläufig vom Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein oder vom Parkplatz der Jugendherberge.

In der Festung Ehrenbreitstein, hoch über der Koblenzer Altstadt mit dem Deutschen Eck, gibt es direkt einiges zu erleben: Neben der Jugendherberge ist hier auch das Landesmuseum Koblenz untergebracht. Unter den Wechselausstellungen finden Sie regelmäßig Mitmachausstellungen und pädagogische Angebote, bei denen Sie und Ihre Kinder zum Beispiel die Ausstellungsstücke in die Hand nehmen können: Wie schwer liegt ein Faustkeil in der Hand? Wie fühlt man sich in einem 12 kg schweren keltischen Kettenpanzer? Wie anstrengend ist das Kornmahlen mit der Hand? In der Dauerausstellung im Haus der Archäologie sehen Sie unter anderem interessante archäologische Funde aus der Römerzeit und von Stationen der Straßen der Römer. Außerdem erwartet Sie ein vielseitiges Veranstaltungsangebot.

Noch bis 24.04.2022 erleben Sie die Mitmach-Ausstellung für Familien „Räumer Hotzenplotz“!

Weitere Infos zur ersten Station finden Sie auf den Homepages der Jugendherberge und des Kulturzentrums Landesmuseum Koblenz.

 

 

Mit der Seilbahn ist die Festung direkt mit der Koblenzer Innenstadt verbunden (Foto: Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, U. Pfeuffer)

 

Blick auf die Koblenzer Altstadt (Foto: Koblenz-Touristik GmbH, Dominik Ketz)

 

 

Bei gutem Wetter: Koblenzer Altstadt und Deutsches Eck

Mittags geht die Tour mit einer Seilbahnfahrt weiter. Von der Festung Ehrenbreitstein aus führt eine der modernsten Dreiseilbahnen Europas über den Rhein direkt in die Koblenzer Altstadt.

Die Gondel bringt Sie an das Deutsche Eck in Koblenz, das imposante Denkmal für Kaiser Wilhelm I. am Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Im Sommer bieten Wasserspielplatz und Biergarten für erfrischende Abkühlung. Auch die Eismanufaktur eGeLoSia gehört zu einer Sommererfahrung in Koblenz einfach dazu. Und probieren Sie unbedingt die selbstgemachten Naschereien bei Fräulein Diehl! In der Altstadt erwarten Sie weitere Sehenswürdigkeiten wie das Kurfürstliche Schloss am Rheinufer oder die Liebfrauenkirche.

Weitere Informationen zur zweiten Station bei gutem Wetter finden Sie auf der Homepage der Koblenz-Touristik.

 

Deutsches Eck in Koblenz (Foto: Mosellandtouristik GmbH/D. Ketz)
Deutsches Eck in Koblenz (Foto: Mosellandtouristik GmbH/D. Ketz)
Frl. Diehl Karamell in Koblenz (Foto: Mosellandtouristik GmbH/D. Ketz)
Frl. Diehl Karamell in Koblenz (Foto: Mosellandtouristik GmbH/D. Ketz)

 

Bei Regen und für Technikbegeisterte: multimediale Zeitreise in das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal

Auch bei schlechtem Wetter geht der Nachmittag in der Koblenzer Altstadt weiter. Nach der Seilbahnfahrt geht es direkt ins Romanticum Koblenz. Hier erwartet Sie eine interaktive, multimediale Ausstellung zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. An Bord eines virtuellen Schiffes begeben Sie sich auf Entdeckungsreise durch Zeit und Raum und können die Geschichte, Flora und Fauna des oberen Mittelrheins in ungewöhnlichem Setting kennenlernen. Auch bei gutem Wetter lohnt sich ein Abstecher.

Mehr Informationen zur zweiten Station bei schlechtem Wetter finden Sie auf der Homepage des Romanticum Koblenz.

 

Im Romanticum Koblenz (Foto: Mosellandtouristik GmbH/D. Ketz)
Im Romanticum Koblenz (Foto: Mosellandtouristik GmbH/D. Ketz)

 

 

Eine Nacht in der Festung Ehrenbreitstein: Die Jugendherberge Koblenz

Der erste Tag geht zu Ende. Ein Tipp für das Abendprogramm, bevor es wieder auf die Festung zur Übernachtung geht: Besuchen Sie doch das Koblenzer Jugendtheater mit seinem bunten Kulturprogramm.

Wer nicht in der Altstadt essen möchte, findet auch nach dem Rückweg mit der Gondel in der Jugendherberge noch ein Abendbrot mit warmer Komponente.

 

 

Sonntag: Römerbergwerk Meurin, Laacher See und Vulkanpark Erlebniswelten Grubenfeld

 

Am zweiten Tag geht es weiter mit spannenden Erlebnissen rund um die Technik der alten Römer. Heute steht die Vulkanlandschaft im Fokus, dessen besonderes Gestein schon seit Jahrtausenden abgebaut wird. Im Vulkanpark können Sie 7.000 Jahre Bergbaugeschichte kennenlernen – und mit etwas Glück sogar Fledermäuse.

 

Römerbergwerk Meurin (Foto: K.-P. Kappest)
Römerbergwerk Meurin (Foto: K.-P. Kappest)

 

Unterirdische Bergbauwelt im Römerbergwerk Meurin:

Zuerst geht es zum Römerbergwerk Meurin. Mit dem Auto erreichen Sie das Erlebnisbergwerk in einer knappen halben Stunde, mit Bus und Bahn dauert die Fahrt vom Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein zur Haltestelle Römerbergwerk Meurin etwas mehr als eine Stunde.

Im Römerbergwerk Meurin bei Kretz treffen sich zwei faszinierende Welten: Es ist gleichzeitig Station der Straßen der Römer und ein Teil des Vulkanparks Osteifel. Ab jetzt dreht sich alles um Vulkanismus, genauer gesagt: um Vulkangestein, wie man es gewinnt und was man damit machen kann.

Im Römerbergwerk Meurin steigt man hinab in die unterirdische Arbeitswelt römischer Bergmänner und Soldaten. Durch den Basaltabbau in der Neuzeit wurde der antike Steinbruch freigelegt. Große Teile der alten Bergwerksdecke sind heute verschwunden. Dafür führen gut begehbare Stege, Rampen und Treppen nicht nur durch das Stollensystem, sondern auch darüber hinweg. So ist es wohl das einzige Bergwerk, das man aus der Vogelperspektive betrachten kann.

In der Antiken Technikwelt, dem zweiten Ausstellungsbereich, lässt sich an vielen Stationen und Werkstätten die Welt des römischen und mittelalterlichen Bauwesens direkt erleben. Spielen Sie römische Spiele, mahlen Sie Mehl und sägen Sie wie die Römer Steine zurecht. Mittwochs, sonntags und an ausgewählten Thementagen dürfen Sie und Ihre Kinder noch mehr ausprobieren, die eigene Geschicklichkeit testen und Ihre Kräfte messen. Dann finden auch kostenfreie Kurzführungen statt.

 

 

Mittags-Abstecher mit dem Auto: Vulkanlandschaft am Laacher See:

Mit dem Auto schaffen Sie einen Abstecher an den Laacher See, der durch Einsturz einer leeren Magmakammer entstanden ist. Um den beinahe kreisrunden See sehen Sie die bewaldeten Hügel der Vulkaneifel aufragen.

Unser Tipp: Genießen Sie ein Mittagessen im Blockhaus Laacher See und im Anschluss eine Runde Minigolf beim Campingplatz. Auf dem See kann man auch wunderbar Tretboot fahren!

 

 

Vulkanpark Erlebniswelten Grubenfeld: 7.000 Jahre Bergbaugeschichte – mit Chance auf Fledermäuse:

Mit dem Auto geht es vom Laacher See aus nach Mayen, Bus- und Bahnreisende kommen direkt vom Römerbergwerk Meurin mit einer 33-minütigen Busfahrt zum Bahnhof Mayen Ost.

 

Im Mayener Grubenfeld (Foto: K.-P. Kappest)

 

Mayen ist schon seit jeher vom Bergbau geprägt: Vulkanisches Gestein wird hier seit Jahrtausenden gefördert. In der Stadt zeugen auch heute noch zahlreiche Bauten von dieser Vergangenheit. Dazu gehören die Vulkanpark Erlebniswelten Grubenfeld, in denen die rund 7.000 Jahre lange Bergbaugeschichte in einer packenden Mitmachausstellung dokumentiert wird. Hier erleben Sie als Bergarbeiter beim Sprengen, Göpeln, Kranen, Tragen und Hebeln die verschiedenen Arbeitsschritte zur Gewinnung von Basalt. Außerdem sind zahlreiche originale Ausstellungsstücke zu sehen, die die Zeitreise anschaulich gestalten.

Direkt nebenan befindet sich das alte Steinbruchgelände Mayener Grubenfeld. Hier bauten bereits Kelten und Römer vulkanisches Gestein ab. Heute beheimatet es abertausende Fledermäuse und ist damit das bedeutendste Fledermausquartier in Deutschland. Der Schacht 700, ein ehemaliger Grubeneingang, wurde für die Besucher freigegeben und lässt mit etwas Glück einen Blick auf die Fledermäuse zu.

Die Erlebniswelten Grubenfeld gehören zum Eifelmuseum in der Genovevaburg in Mayen mit den beiden Ausstellungsbereichen „EifelTotal“ und „Deutsches Schieferbergwerk“, einem modernen Themenmuseum zum Schauen und Mitmachen sowie einem Stollensystem tief unter der Burg.

Übrigens: Jährlich am 3. Juliwochenende findet bei den Erlebniswelten Grubenfeld ein Römerlager statt!

Bildquelle:
Vulkanpark/Klaus-Peter Kappest; GDKE/Ulrich Pfeuffer; A. Kordel