Tagesausflug ins Saartal

    Stadt Konz
    Konz-Hamm
    Buttermarkt Saarburg
    Saar bei Kanzem
    Kanufahren am Wiltinger Saarbogen
    Scharzhofberg
    Wasserfall in Saarburg
    Wasserfall in Saarburg
    Wasserfall in Saarburg

Mit dem Auto rund um Saarburg und Konz

Das idyllische Saartal zwischen Konz und Saarburg hat eine Fülle an Sehenswürdigkeiten und schöne Landschaftseindrücke zu bieten. Hier einige Tipps für einen gelungenen Tagesausflug. Halten Sie einfach da, wo es Ihnen Spaß macht!

Start: Saarbrücke Konz

Es geht zunächst an der Saar entlang Richtung Hamm und dann nach Kanzem.

1. Station: Kanzem

Der Ort ist geprägt von schmucken engen Gassen und Höfen. Eine Besonderheit Kanzems besteht in der Tradition adeliger und kirchlicher Weingüter und der daraus erwachsenen Villenkultur. Kanzem hat aufgrund seiner Lage, seines Ortsbildes und der kulturellen Aktivitäten 1. Plätze im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ erzielt sowie im Jahr 2000 den 2. Preis im europäischen Dorferneuerungswettbewerb für ganzheitliche und nachhaltige Dorferneuerung von herausragender Qualität.

Ein schöner Ort zum Verweilen ist das Philosophische Friedhofsgärtchen in der Kirchstraße: Ein nicht genutztes Gelände des Friedhofes wurde als Landschaftsgarten angelegt, der die verschiedenen Lebensabschnitte des Menschen von der Geburt bis zum Tod darstellt.

Für Fans von Fernsehmoderator Günther Jauch: Ihm gehört das traditionsreiche Weingut von Othegraven. Wer Interesse hat, kann hier Wein probieren und einkaufen.

Wem der Ort gefällt, kann noch einmal wiederkommen und die Vinothek „Buch und Wein“ in der Brückenstraße besuchen.

2. Station: Wawern

Im T-förmigen, als Denkmalzone ausgewiesenen Dorfkern stehen noch viele, bis auf das frühe 19. Jh. zurückreichende Häuser. An die im 19. Jh. gegründete jüdische Synagogengemeinde erinnern die 1993 restaurierte Synagoge und ein Rabbinerwohnhaus (ehemalige Judenschule)

3. Station: Ayl

Arbustum – Wein im Wald

Als die Römer die Weinrebe in Germanien kultivierten, erfolgte der Anbau ähnlich den heutigen Anbaumethoden. Es gibt allerdings Hinweise, dass die Römer ihre Reben möglicherweise auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu Bäumen anbauten. Dabei dienten die Bäume der Weinrebe quasi als Rankgerüst. Bäume und Reben konkurrierten bei dieser Anbaumethode um das Licht, standen aber ebenso unterirdisch im Wettbewerb um Nährstoffe aus dem Boden. Welche Konsequenzen die gemeinsame Kultivierung von Baum und Weinrebe hat, ist unbekannt, das Arbustum-Projekt in Ayl soll diese Fragen jedoch klären.

Es entstand in Kooperation von Universität Freiburg, Gemeinde Ayl und den dortigen Winzern.

Lage: An der Grillhütte Ayl, ab Dorfplatz in der Ortsmitte den Hinweisschildern Richtung Grillhütte folgen.

4. Station: Saarburg

Saarburgs historischer Stadtkern mit der mittelalterlichen Burgruine und die pittoreske Unterstadt haben reizvolle Winkel zu bieten. Eine besondere Attraktion ist der 20 m hohe Wasserfall inmitten der Stadt, der zwischen Fachwerkhäusern und Barockbauten zu Tal stürzt und die Mühlräder der ehemaligen Hachenberger Mühle antreibt.

5. Station: Kastel-Staadt

Schon der Keltenstamm der Treverer lebte hier auf dem Felssporn und hinterließ eine stadtähnliche Siedlung und einen imposanten Ringwall, der noch immer sichtbar und begehbar ist. Später errichteten Römer eine große Tempelanlage mit Kulttheater. Berühmt ist der Ort für seine romantische Klause, in der sich die Schinkel’sche Grabkapelle des blinden Königs Johann von Böhmen befindet, und für einen stillen Ehrenfriedhof. Wanderfreunden ist der Kasteler Felsenpfad zu empfehlen, eine Premium-Schleife des Saar-Hunsrück-Steigs.

6. Station: Taben-Rodt

Hoch über dem Saartal liegt ebenfalls der Ort Taben-Rodt. Hier empfiehlt sich ein Stopp an der sagenumwobenen Michaelskapelle aus dem 15. Jh., auf einem spitzen, steilen Felsen errichtet. Dann geht es hinunter ins Tal.


7. Station: Serrig


Widdertshäuschen: Gegenüber dem Plateaus von Kastel-Staadt liegt auf der rechten Seite der Saar in einer Wiese der wohl ungewöhnlichste gallo-römische Grabbau unseres Gebietes. In einen mächtigen Sandsteinblock ist eine Öffnung von 2,2 x 2,4 m ca. 90 cm tief zur Aufnahme von Bestattungen eingetieft. Der mächtige Deckel besteht aus einem Steinblock, der mit zwei sich kreuzenden Satteldächern wie ein Hausdach gestaltet wurde. Auf einer der Giebelflächen steht eine heute nur noch schwer lesbare Inschrift. Sie berichtet uns, dass M. Restionius Restitutius, M. Restitutius Auroria(nus) und Restiuatia Auro(riana) sich zu Lebzeiten dieses Grabhaus haben errichten lassen. Da hier also drei Personen beigesetzt werden sollten, musste der tonnenschwere Deckel nach dem ersten Begräbnis noch zweimal gehoben oder doch zumindest verschoben werden.

Hofgut Serrig: Auf dem Hofgut können Sie eine Rundfahrt mit einer reaktivierten Feldbahn erleben und im Hofladen regionaltypische Produkte einkaufen.



8. Station: Wiltingen


Wiltingen ist das Zentrum des Riesling-Anbaus an der unteren Saar mit weltbekannten Weinlagen wie dem Scharzhofberg. Schöne und aufwendige Höfe erinnern an den Wohlstand, den der Weinanbau in vergangenen Zeiten nach Wiltingen brachte. 1030 zum ersten mal erwähnt, geht die Besiedlung bis in die Römerzeit zurück. Der malerische Altarm der Saar, auch Wiltinger Saarbogen genannt, ist heute als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Kennzeichen Wiltingens ist die neugotische Kirche, im Volksmund „Saardom“ genannt, die sich auf Fundamenten einer römischen Villenanlage erhebt.

9. Station: Niedermennig

Unterhalb des Ortsausganges von Niedermennig befindet sich im Konzer Bachtal eine alte Ölmühle aus dem 19. Jahrhundert, die von hoher technikgeschichtlicher Bedeutung ist. Gemahlen wurden in erster Linie Raps und Nüsse, während der beiden Kriege vermehrt Buchecker. Von 1943 – 1949 stand die Ölmühle still. Dann wurde sie restauriert und wieder in Betrieb genommen bis zur endgültigen Stilllegung 1967. Seit Anfang der 90er Jahre wurde die Mühle zielstrebig restauriert und in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Mittlerweile ist das Schieferbruchsteingebäude wieder vorbildlich instand gesetzt und mit einem neuen Mühlrad ausgestattet. Im Inneren sind Teile der ehemaligen technischen Einrichtungen vorhanden. Nach der Fertigstellung der Arbeiten ist nun das jetzt wieder laufende Mahl- und Räderwerk sowie die neue Teichanlage zu besichtigen.

Anschließend geht es wieder zum Ausgangspunkt nach Konz zurück.

10. Station: Kaiserpalast

Zurück in Konz lässt sich noch der ehemalige römische Kaiserpalast in unmittelbarer Nähe der modernen Pfarrkirche besichtigen. Hier stand einst eine prachtvolle Residenz für den römischen Kaiser Valentinian I., der sie einerseits als Sommerfrische nutzte und andererseits
hier auch gesetzgeberische Arbeit leistete. Der Dichter Ausonius war im 4. Jahrhundert zu Gast und ließ sich
von den Reizen der Landschaft zu stimmungsvollen Zeilen inspirieren.

In der modernen St.-Nikolaus-Kirche befinden sich Altarbilder, die vom berühmten Künstler Georg
Meistermann gestaltet wurden.