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Römerwarte Katzenberg, bei Mayen

  • Katzenberg 2
Hier beschützten einst römische Soldaten ein vormodernes Industrierevier, das dem Eifel-Vulkanismus seinen Reichtum verdankte. Genießen Sie die Ein- und Ausblicke.

Zur Römerzeit wachte über die Bevölkerung im Vicus Mayen eine große Höhenbefestigung. Rund 70 Meter der Befestigungsmauer mit begehbarem Wehrgang und zwei Türmen wurden inzwischen wiederaufgebaut. Von der Schutzhütte auf dem Gipfel des Katzenbergs aus haben Sie einen weiten Blick über die Osteifel – ein vormodernes Industrierevier.
Um 300 n. Chr., als die Römerwarte erbaut wurde, schützte kein Limes mehr vor marodierenden Banden, die raubend und mordend über den Rhein kamen. Mayen wäre ansonsten sicher ein lohnendes Ziel gewesen, denn durch seine Ton-Vorkommen blühte dort die Keramikindustrie - ein Global Player am europäischen Markt. Der hiesige Ton ließ sich zu besonders hitzebeständiger Keramik verarbeiten, was vor allem bei Kochgeschirr wichtig ist. Überhaupt beschert der urzeitliche Vulkanismus der Osteifel reiche Schätze. Im Mayener Grubenfeld bauten schon die Römer Basalt-Lava für hochleistungsfähige Getreidemühlen ab, und im Römerbergwerk Meurin gewann man Tuffstein für große Bauvorhaben. Die beiden Abbaustätten gehören wie die Römerwarte zum Vulkanpark Osteifel und sind lohnende Ausflugsziele.

Eine Station der Straßen der Römer.

Für ein paar Einblicke können Sie gerne auf unserem YouTube Kanal nachschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=5UBj015lDiE

Bildquelle:
Stadt Mayen/P!el Media