Genussreise durch die Eifel, Luxemburg und entlang der Obermosel

3 - 4 Tage lang Kultur mit Augmented Reality und regionale Kulinarik! Wandern Sie auf den Spuren reicher römischer Gutsbesitzer in der Eifel, flanieren Sie entlang der Obermosel und genießen Sie die kulinarischen Spezialitäten aus der Region. Auf dieser Route durch die Eifel, Luxemburg und an der Obermosel gibt es sogar noch ein zusätzliches Highlight: Mithilfe von Augmented Reality wird das Erlebte noch greifbarer und faszinierender!

Die Straßen der Römer sind vor allem ländlich geprägt. Wunderschöne Natur, die touristisch alles bietet, was man sich wünscht: Ausgezeichnete Gastgeber, hervorragende Weine aus der Moselregion und regionale kulinarische Köstlichkeiten. Genau das Richtige für eine Genusstour! Die Kultur kommt ebenfalls nicht zu kurz: Überall verstreut finden sich eindrucksvolle Relikte aus der Römerzeit.

Damit Sie die ehemalige Pracht der Bauwerke unterwegs besonders gut nachvollziehen können, laden Sie sich am besten vor der Reise die kostenlose ARGO-App unter www.ar-route.eu herunter.

Wenn Sie zwischen dem 25. Juni und dem 27. November 2022 reisen wollen, sollten Sie auf jeden Fall bei Ihrer Genussreise zu römischen Landgütern eine Besichtigung der großen Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ in Trier einplanen! Dazu bleiben Sie einfach einen Tag länger. 

 

Diesen Ruhebereich finden Sie im Badetrakt der Römischen Villa Borg in Perl-Borg!
Römische Villa Borg (Foto: A. Kordel)

Über das Thema der Reise

Uns überrascht immer wieder die Pracht und Größe römischer Gutshöfe in unserer Region! Viele kann man eigentlich nur als Paläste bezeichnen. Wundervolle Mosaikböden und Wandmalereien sowie kostbare Alltagsgegenstände haben sich bis heute erhalten. Welche Menschen lebten hier? Wie kamen sie zu so viel Wohlstand? Wie lebte es sich überhaupt in einem solchen Luxus? Das können Sie mit allen Sinnen auf dieser Genussreise zu römischen Landgütern erleben!

Das Römische Reich war ein Agrarstaat. Im Grundbesitz drückte sich Wohlstand aus. So wundert es überhaupt nicht, dass die römische Oberschicht herrschaftliche Landgüter besaß und in großem Stil Landwirtschaft betrieb. Produziert wurde nicht nur für den eigenen Bedarf, sondern auch für den Verkauf und Export. Die Metropole Trier musste versorgt werden, und die Armee konnte ohne Verpflegung nicht unterhalten werden! Natürlich gab es auch kleinere Guts- und Bauernhöfe. Aber sehen Sie selbst.

Die Römerinnen und Römer waren Genussmenschen! Nicht nur was Kunst, Kultur und Architektur betrifft. Wir können davon ausgehen, dass ihre Tafeln reich beladen waren mit den köstlichsten Speisen und Weinen aus regionalem Anbau und frischen Importwaren. Daher kann eine Entdeckungsreise zu den reichen Gutshöfen der Region eigentlich nur eine Genussreise sein.

Das sind daher auch die Grundthemen dieses Reisetipps.

 

Unsere Übernachtungstipps

Was passt als Domizil für eine Genussreise zu römischen Landgütern besser als ein moderner Gutshof? Für die ersten beiden Übernachtungen empfehlen wir Ihnen daher das Boutique Hotel und Restaurant Genusswerk Eifel in Körperich, eine besonderer Mixtur aus Gemütlichkeit und Sichtbeton, gehobener Küche und edler regionaler Erzeugnisse.

Das Hotel gehört zum Hofgut Sachsen-Wagner, einem Bio-Betrieb mit Wiesen, Weiden und Ackerflächen. Hier grasen die Mutterkuhherden von Black Angus, Wagyus und Limousin sowie eine Galloway-Herde. Auf den Feldern wachsen Raps, Senf, Leindotter, Hanf und Sonnenblumen, die in der hofeigenen Ölpresse zu feinsten Ölen verarbeitet werden. Darüber hinaus wachsen auf den Feldern Dinkel, Buchweizen, Wickroggen und vieles mehr. Die veredelten Produkte aus der Landwirtschaft, wie Fleisch- und Wurstspezialitäten, Wildpasteten, Öle, Senfe, Chutneys und Marmeladen werden nicht nur im Genusswerk verarbeitet, sondern auch im kleinen Hofladen verkauft. Die ideale Ort also für eine genussreiche Landpartie auf den Spuren römischer Landgüter!

Alternativ bietet sich auch die Übernachtung in einem Hotel im Herzen der schönen Altstadt von Echternach an. Eine Übersicht über die Unterkunftsmöglichkeiten und ausführliche Informationen über die Stadt erhalten Sie auf der Website des Verkehrsamtes der Stadt Echternach.

Nach den ersten beiden Nächten könnten Sie einen Ortswechsel vornehmen. Das muss zwar nicht unbedingt sein, aber warum nicht im Luxus schwelgen? Lassen Sie sich im VICTOR’S RESIDENZ-HOTEL SCHLOSS BERG***** in Perl an der Obermosel wie römische Gutsherren richtig verwöhnen! Und das mit allen Sinnen: Das Hotel-Restaurant VICTOR’S FINE DINING BY CHRISTIAN BAU glänzt seit 2005 mit drei Michelin-Sternen.

Ein Tagesausflug zur großen Landesausstellung in Trier lässt sich sowohl von Perl als auch von Körperich und Echternach aus unternehmen!

 

1. Tag: Stadt Bitburg und ihr kulturelles Erbe – Archäologischer Parcour, Kultur im Haus Beda und im Kreismuseum, Bitburger Erlebniswelt und römische Villen im Umland

Lassen Sie sich Römern durch die Stadt Bitburg führen!
Edgar Comes und Hans Binsfeld als Römer für Römische Stadtführungen
Foto: Bettina Bartzen
So sahen früher die antiken Mauern des römisches Kastells in Bitburg aus.
Römisches Kastell in Bitburg (Rekonstruktion: ARGO – Augmented Archaeology (Universität Trier))

 

Als erste Etappe auf Ihrer Genussreise zu römischen Landgütern besuchen Sie eine ehemalige römische Siedlung: die Stadt Bitburg.

Sie erreichen Bitburg von Körperich aus über die B50 und L8 in ca. einer halben Stunde. Ab Echternach nehmen Sie am besten die E29 (Fahrtzeit: ca. 20 Min.).

Viele Biergenießer kennen die Stadt oder ihren Namen natürlich wegen der weltberühmten Brauerei: Hier kommt das Bitburger Pils her!

Bitburg hat außer der Brauerei aber noch einiges mehr an Kultur und Sehenswürdigkeiten zu bieten:

Für Ihren Rundgang nutzen Sie am besten den Archäologischen Parcours, der mittels Multimedia und Augmented Reality besonders anschaulich die historische Entwicklung der römischen Siedlung Beda mit ihrem eindrucksvollen Kastell veranschaulicht. Dazu laden Sie vorab einfach die free App unter www.eifel-direkt.de herunter.

Anschließend bietet sich der Besuch des Kreismuseums in der Trierer Str. 15 an, das in 20 Ausstellungsräumen Geschichte(n) aus der Eifel erzählt, an Menschen erinnert, die hier lebten und kleine und große Schätze aus der Vergangenheit zeigt.

Am Bedaplatz 1 finden Sie das Haus Beda, ein Kulturzentrum mit Museum, wechselnden Kunstausstellungen und Konzertveranstaltungen. Der Name „Beda“ ist übrigens auf die keltisch-römische Bezeichnung für die Stadt Bitburg zurückzuführen. Der Ort lag an einem Teilstück der „Via Agrippa“, nämlich an der Römerstraße Trier–Köln. Im Itinerarium Antonini, das auf die Zeit um 140 n. Chr. zurückgeht, wurde er als „Beda Vicus“ bezeichnet. Auf der römischen Weltkarte Tabula Peutingeriana, aus dem vierten Jahrhundert, wird er „Beda“ genannt.

Während die Moselregion besonders für ihre Weine bekannt ist, kommen Freunde des Bieres in Bitburg auf ihre Kosten: Besonders berühmt ist Bitburg wegen seiner weltweit bekannten Bitburger Brauerei. Sie können die Erlebniswelt des Familienunternehmens besichtigen, wo Sie Wissenswertes zur Geschichte, zu den Brauzutaten und der Herstellung des Bieres erfahren. Auf einem einstündigen geführten Rundgang durch die Bitburger Erlebniswelt werden Sie professionell in die Geheimnisse des Bieres eingeweiht. Und eine Kostprobe gibt es natürlich auch.

Wenn Sie etwas mehr Zeit eingeplant haben, gehen Sie noch auf eine Erkundungstour durch das Bitburger Land. Bizarre Felsformationen prägen die Region in der Südeifel, außerdem laden idyllische Wiesen, Felder und malerische Täler zum Spazierengehen ein.

Zunächst geht es weiter zur Römischen Villa Otrang bei Fließem ganz in der Nähe. Das ist das erste römische Landgut auf Ihrer Genussreise! Die wunderschönen Mosaikfußböden sind definitiv sehenswert, genauso wie die denkmalgeschützten Schutzhäuser. Sie erreichen den römischen Gutshof bei Fließem in knapp 15 Min. über die B51 und L32.

 

So sah früher die Römische Villa Otrang bei Bitburg aus!
Rekonstruktion der Römischen Villa Otrang (CC BY ARGO. Augmented Archaeology (Universität Trier))
Mosaikfußboden in der Römischen Villa Otrang bei Bitburg
Mosaik in der Römischen Villa Otrang (Foto: Tourist-Informationm Bitburger Land)

 

  • Tipp: Sehen Sie sich die Rekonstruktion mit der ARGO-App in Augmented Reality an!

Offenbar wussten schon die Römer in Sachen Immobilien: Die Lage macht’s! Denn der prunkvolle Landsitz, der als Sommerresidenz der reichen Oberschicht diente, bietet einen schönen Panoramablick über die sanften Hügel der Südeifel. Auch die Ausstattung der einst fast 66 Räume, von denen 14 prunkvolle Mosaikfußböden besaßen, ließ keine Komfortwünsche unerfüllt. Noch heute erzählen die Überreste der Villa, die mit Südterrasse, Säulenhalle, Fußbodenheizungen und drei Thermen ausgestattet war, vom hohen Niveau des zuletzt im 3. Jahrhundert erweiterten Ensembles. Wiederentdeckt wurde das Landgut Anfang des 19. Jahrhunderts. Die kostbaren Mosaikfußböden wurden mit Schutzbauten versehen, die heute selbst unter Denkmalschutz stehen.

  • Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die Villa derzeit nur von außen zu besichtigen ist! 

 

 

Wagenpanne auf römisch...
Rekonstruktion der Römerstraße bei Meckel nahe Bitburg (ARGO – Augmented Archaeology (Universität Trier))

 

Nach der Besichtigung der Römischen Villa Otrang können Sie sich in Meckel, Meilbrücker Str. 2, mittels ARGO-App ein Stück der alten Römerstraße in Augmented Reality ansehen. Sie erreichen die Stelle in ca. 15 Minuten über die B51.

Anschließend fahren Sie über die L2 nach Holsthum, wo sich ein weiteres römisches Landgut befindet (Fahrzeit: ca. 15 Min.).

 

das ist die Römische Villa in Holsthum (Eifel)!
Römische Villa in Holsthum (Foto: Anna Carina Krebs)

 

Auf einem kleinen Hügel am linken Ufer der Prüm, am Rande des heutigen Dorfes, wurde die Römische Villa Holsthum im 2. Jahrhundert nach Christus erbaut. Es handelt sich um einen römischen Gutshof, eine sogenannte Villa rustica. Das Gebäude war wohl bis in fränkische Zeit hinein besiedelt. Wer in römischer Zeit den Eingangsbereich dieser symmetrisch angelegten Villa betrat, befand sich in einer geräumigen Säulenhalle, die zum Tal hin offen war und eine schöne Aussicht bot. Heute stehen die Säulen als Nachbildungen wieder an Ort und Stelle, der Keller ist über die Originaltreppe begehbar.

Nachgewiesen ist eine kleine Eisenschmiede, und offensichtlich wurden auch Münzen geprägt. Falschgeld? Wohl eher nicht. Vermutlich handelte es sich um die offiziell geduldete Produktion von knappem Kleingeld aus der Zeit um 275 n. Chr.

  • Tipp: Auch von dieser Villa sehen Sie eine Rekonstruktion mit Augmented Reality bei ARGO.

 

Der Tag geht langsam zu Ende und Ihr Weg führt Sie zurück ins Tal der Sauer. Echternach erreichen Sie über die über L4 und E29 in ca. 15 Min., Körperich über die N10 und L1 in ca. 20 Min.

 

 

2. Tag: Stadt Echternach, die Schlossgüter in Körperich und das geschichtsträchtige Ferschweiler Plateau

 

Römische Villa Echternach (Foto: Joelle Mathias)
Römische Villa Echternach (Foto: Joelle Mathias)
Rekonstruktion der Römischen Villa in Echternach (ARGO - Augmented Archaeology (Universität Trier))
Rekonstruktion der Römischen Villa in Echternach (ARGO – Augmented Archaeology (Universität Trier))

 

Echternach ist die älteste Stadt Luxemburgs und eine der ältesten Christianisierungs- und Kulturstätten Europas. Der heilige Willibrord gründete hier 698 eine Benediktinerabtei, die sich im 10. und 11. Jh. zu einer künstlerisch hervorragenden Maler- und Schreiberschule entwickelte. Ein Museum der Buchmalerei im Abteikeller zeigt deren Leistungen.
Die berühmte Springprozession am Pfingstdienstag wurde 2010 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.

Ein Kulturweg verbindet die Sehenswürdigkeiten der Stadt mit der Römischen Villa, die idyllisch am Echternacher See liegt (Routenbeschreibung siehe Download rechts). Sie war einst eine der größten und prächtigsten Gutshöfe diesseits der Alpen. Der Wohntrakt umfasste 70 Räume! Die Prachtvilla besaß Säulengänge, Innenhöfe, Marmorvertäfelungen, Mosaikfußböden, Fußbodenheizung sowie Wasserbecken und eine Badeanlage. Ihre Grundmauern sind im Gelände sichtbar.
Herzstück der Römischen Villa ist ein Besucherzentrum, das mittels hochwertiger Wachsfiguren, Repliken und Rekonstruktionsmodellen anschaulich das Leben zur Römerzeit darstellt.

Steht Ihnen der Sinn nach einer Kulturveranstaltung? Dann sehen Sie sich das aktuelle Programm des Kultur-, Tourismus- und Kongresszentrums Trifolion an und lassen sich inspirieren. Ausführliche Informationen zur Stadt erhalten Sie auf der Website der Stadt Echternach.

Wenn Sie im Boutique Hotel Genusswerk Eifel Quartier genommen haben, erreichen Sie Echternach in ungefähr einer halben Stunde über die B50. Der Weg führt Sie über Körperich-Niedersgegen, wo Sie sich unbedingt die Schlossgüter in der Schlossstraße ansehen müssen! Im Jahr 1823 ließ hier der Luxemburger Rittergutsbesitzer Johann Joseph Richard für seine große Familie ein Ensemble von vier herrschaftlichen Schlossgütern errichten. Das prächtigste ist das heutige Hofgut Petry mit historischem Tapetenzimmer und eigenem Hofladen (Spezialität u.a. Charolais-Rindfleisch aus eigener Mutterkuhhaltung). Eine Besichtigung ist nur nach vorherige Absprache möglich. Das Hofgut besitzt eine eigene Facebook-Seite.

Von Echternach aus erreichen Sie Körperich-Niedersgegen in ca. 20 Min. über die N10.

 

Weihedenkmal in Ernzen (Foto: Verbandsgemeinde Ernzen, Winfried Hoor)
Weihedenkmal in Ernzen (Foto: Verbandsgemeinde Ernzen, Winfried Hoor)

 

Nach Ihrem Besuch in Echternach erwartet Sie eine besonders geschichtsträchtige Landschaft im Naturpark Südeifel: das Ferschweiler Plateau. Zahlreiche Wanderwege durchziehen die Hochebene und die Abhänge des Plateaus und erschließen Kulturdenkmäler aus allen Epochen der Geschichte. Besuchen Sie das Fraubillenkreuz, ein behauener vorgeschichtlicher Menhir, die barocke Wallfahrtskirche Schankweiler Klause, das Naturparkzentrum Teufelsschlucht sowie den Römische Weihealtar in Ernzen.

  • Tipp: Auch zum Römischen Weihealtar sehen Sie eine Rekonstruktion mit Augmented Reality bei ARGO.

 

3. Tag: An der Obermosel zu einem römischen Grabtempel, zu einem grandiosen Gladiatormosaik und einer rekonstruierten Römervilla

 

Gladiatorenmosaik aus der Römischen Villa Nennig (Foto: Stiftung Saarländischer Kulturbesitz)

 

Sie haben noch noch nicht genug von den Römern und Lust auf einen Ortswechsel? Dann geht es jetzt an die deutsche und luxemburgische Obermosel.

Für Ihre letzte Übernachtung auf dieser Reise wäre das VICTOR’S RESIDENZ-HOTEL SCHLOSS BERG***** genau richtig, denn es bietet besonderen Genuss, Wellness und Luxus. Im Restaurant verwöhnt Sie der 3-Sterne-Koch Christian Bau. Im römisch inspirierten VICTOR’S SPA werden Sie verwöhnt wie römische Gutsherren! (Nur zum Glück etwas moderner.) Wenn Sie noch einen Tag für Trier und die Landesausstellung einplanen wollen, bleiben Sie einfach einen Tag länger.

Sie erreichen Nennig von Echternach aus in ca. 40 Min. über die B419. Von Geichlingen aus nehmen Sie am besten die A7 (Fahrtzeit: 1 Std. 10 Min.).

In Nennig stand einst eine riesige römische Villenanlage mit prachtvollem Gladiatorenmosaik. Sie ist der erste Programmpunkt an Ihrem letzten bzw. vorletzten Reisetag. Das Mosaik hat die imposante Größe von 160 m² und ist damit das größte, das bisher nördlich der Alpen gefunden wurde. Dargestellt werden Szenen aus dem römischen Amphitheater mit Tierhatzen, Schaukämpfe und dem blutigen Kampf der Gladiatoren. Ein anschaulicher Film führt deutlich vor Augen, wie die Villenanlage zur Zeit der Römer wohl einst ausgesehen hat.

 

Diesen rekonstruierten römischen Gutshof in Perl-Borg müssen Sie sich unbedingt ansehen!
Archäologiepark Römische Villa Borg (Foto: Tourismus Zentrale Saarland/Manuela Meyer)

 

Anschließend besichtigen Sie die Römische Villa Borg mit dem weltweit einzigen vollständig rekonstruierten herrschaftlichen Wohnbereich – mit Torhaus, Herrenhaus, voll funktionsfähigem Küchen- und Badetrakt, umgeben von schönen Gärten. In der Taverne bietet sich die Gelegenheit zu einem römisch inspirierten Mittagessen. Die Römische Villa Borg bietet eine Reihe von interessanten Veranstaltungen, daher lohnt es sich, einen Blick in den Veranstaltungskalender zu werfen.

Alle aktuellen Informationen über die Römische Villa Borg und ihr Veranstaltungsangebot finden Sie auf ihrer Website.

 

Römischer Grabtempel in Bech-Kleinmacher (Foto: Guy Hoffmann)
Römischer Grabtempel in Bech-Kleinmacher (Foto: Guy Hoffmann)

 

Zum Abschluss des Tages fahren Sie auf die andere Moselseite nach Luxemburg, um einen kleinen Grabtempel zu besichtigen und in einem der Weingüter der Via Mosel eine Weinverkostung zu unternehmen. Über die B406 brauchen Sie dorthin ungefähr 15 Min.

In Bech-Kleinmacher befindet sich auf leichter Anhöhe ein hübscher rekonstruierter römischer Grabtempel, ein Ort der Erinnerung an die ersten Mosel-Winzer in besonderer Lage, von Rebstöcken umgeben und mit schöner Aussicht ins Flusstal und auf Nennig. Man erreicht ihn über eine gesperrte Straße (ohne Hinweis) Hang aufwärts an der Straßenkreuzung Route du Vin / Rue des Caves.

Romantisch, malerisch und geschichtsträchtig: die Weinorte an der Mosel bergen zahlreiche Schätze, vor allem in Sachen Wein und Architektur, die Sie unbedingt erleben sollten. Die Via mosel` führt Sie zu den schönsten Weingütern und Weinorten des grenzenlosen Moseltals in Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Auf ihrer Website finden Sie zahlreiche Tipps, wo Sie in stilvollem Ambiente eine Weinprobe machen können.

Der krönende Abschluss Ihres letzten bzw. vorletzten Reisetages bildet natürlich ein stilvolles Abendessen in Schloss Berg von Küchenchef Christian Bau.

 

4. Tag: Ausflug nach Trier zur großen Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“

Dieses wundervolle Elfenbeinrelief mit Reliquienprozession sehen Sie im Trierer Domschatz.
Elfenbeinrelief mit Reliquienprozession, Domschatz Trier (Foto: A. Münchow)

Das römische Imperium war gewaltig. Es existierte über Jahrhunderte hinweg und umfasste auf seinem Höhepunkt ein riesiges Gebiet. Doch trotzdem ging das Römische Reich unter – aber warum und wie? Was führte zu seinem Niedergang?
Die Suche nach den Gründen bewegt schon lange die Gemüter und wird nun zum ersten Mal in einer großen Landesausstellung fortgeführt.

Vom 25. Juni bis zum 27. November 2022 zeigen das Rheinische Landesmuseum Trier, das Stadtmuseum Simeonstift Trier und das Museum am Dom Trier die Landesausstellung Rheinland-Pfalz 2022 „Der Untergang des Römischen Reiches“ in drei Museen und 31 Ausstellungsälen auf insgesamt 2.000 qm. Die drei Standorte spezialisieren sich dabei auf verschiedene Blickwinkel, um das Imperium Romanum und seinen Niedergang zu betrachten.

 

Besuchen Sie Trier mit seinem UNESCO-Welterbe!
Hauptmarkt und Simeonstraße in Trier (Foto: Trier Tourismus und Marketing GmbH)

 

Aber nicht nur die große Ausstellung ist sehenswert, sondern auch die Stadt Trier selbst. Einst war sie eine römische Metropole, sogar zeitweise Kaiserresidenz, wovon heute noch das imposante UNESCO Weltkulturerbe zeugt.

Die Altstadt und Fußgängerzone wird von einer Vielzahl schöner historischer Gebäude geprägt. Auch die drei Museen, die sich an der Ausstellung beteiligen, liegen in der Altstadt. Wenn Sie von Museum zu Museum spazieren, kommen Sie automatisch an wichtigen UNESCO-Welterbestätten vorbei:

Das Stadtmuseum Simeonstift befindet sich direkt neben der berühmten Porta Nigra, dem ehemaligen römischen Stadttor. Reste der antiken Stadtmauer sehen Sie im Unterschoss der Museums.

Das Museum am Dom liegt – wie der Name schon sagt – direkt neben dem Dom in der Windstraße (Auch sie macht ihrem Namen alle Ehre). Den Dom müssen Sie natürlich unbedingt besichtigen! Genauso die gotische Liebfrauenkirche, die direkt an das Domgebäude grenzt. Auch sie gehört zum UNESCO-Welterbe.

Wenn Sie durch den Palastgarten zum Rheinischen Landesmuseum spazieren, passieren Sie die imposante Konstantin-Basilika. Sie war früher der Thronsaal römischer Kaiser!

Wenn Sie noch etwas Zeit haben, gehen Sie noch ein kurzes Stück weiter durch den Palastgarten und sehen Sie sich die Kaiserthermen an, die ebenfalls zum UNESCO-Welterbe gehören.

Es gibt darüber hinaus noch das Amphitheater, die Barbarathermen, die Römerbrücke und noch viel mehr, aber dafür wird ein Tag zu kurz sein. Vielleicht kommen Sie einfach mal wieder? Einen Tourentipp für Trier haben wir Ihnen ebenfalls zusammengestellt.

Zum Abschluss Ihres Tagesausflugs könnten Sie noch römische Essen gehen. Haben Sie Lust? Im Restaurant Zum Domstein am Hauptmarkt gibt es Gerichte nach den Rezepten des Feinschmeckers Apicius. Oder schlendern Sie einfach durch die Fußgängerzone und kehren Sie ein, wo es Ihnen gefällt.

Diese Tour nach Trier können Sie ab Perl auch bequem mit dem Zug unternehmen und das Auto im Hotel stehen lassen. Das erspart Ihnen die leidige Parkplatzsuche und ist gleichzeitig gut für die Umwelt. Circa 50 Minuten sollten Sie für die Fahrt einplanen. Mit dem Auto sind Sie ca. 45 Minuten unterwegs.