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Auf den Spuren der Römer durch den Hunsrück

Folgen Sie den Spuren des römischen Dichters Ausonius auf einer uralten Fernstraße und gehen Sie auf LandZeitTour! Zwei Tage mitten durch schönste Hunsrück-Landschaft...

Vielerorts finden Sie im Hunsrück Spuren der Römer. Dieser Tourenvorschlag lässt die römische Zeit richtig lebendig werden!

 

Römerstraße bei Dill (Foto: Hunsrück-Touristik GmbH, Hans-Werner Johann)

(Foto: Hunsrück-Touristik GmbH, Hans-Werner Johann)

 

Samstag: Auf dem Ausoniusweg von Kirchberg nach Sohren

 

Im Jahre 368/69 n. Chr. reiste Ausonius, ein römischer Gelehrter und Rhetoriker, im Gefolge des Kaisers Valentinian nach einem Alemannenfeldzug auf der alten Römerstraße quer durch den Hunsrück von Bingen nach Trier. Seine Reiseeindrücke schrieb er in dem Werk „Mosella“ nieder, bis heute die älteste Reisebeschreibung einer deutschen Landschaft.
Was Ausonius damals als „wilde Waldeinsamkeit“ im Hunsrück beschrieb, kommt Ihnen als erholungssuchende, naturverbundene Wanderer sehr entgegen. Auf uralten, einsamen Pfaden und Handelswegen folgen Sie auf dem Ausoniusweg den Spuren des Ausonius und der römischen Legionäre durch grüne Wiesen und schattige Wälder.

Eine Karte und detaillierte Routenbeschreibung finden Sie über diesen Link.

Anreise mit dem Auto nach 55487 Sohren
Parkplatz im Ort, z.B. an der Hauptstraße


Circa 9.30 – 10.30 Uhr:

Mit dem Bus 644 (Richtung Simmern) ab der Haltestelle Sohren (Am Denkmal) nach Kirchberg (Haltestelle: Kappeler Straße); Fahrtzeit: ca. 15 Minuten. Von dort zu Fuß zum Marktplatz in Kirchberg; unterwegs hat man die Möglichkeit, sich beim Bäcker mit belegten Brötchen und Getränken auszustatten oder auch ausgiebig zu frühstücken. Hier finden Sie den aktuellen Busfahrplan.

 

Circa 10.30 – 15.30 Uhr:

Ab dem Marktplatz in Kirchberg startet die Wanderung auf dem Ausoniusweg zurück nach Sohren. Die Strecke ist mit weißem AU auf grünem Grund markiert.
Kilometer: ca. 13 km; Dauer: ca. 5 Std.

Zwischen Kirchberg und Sohren ist die Wanderung besonders reizvoll, und es gibt römische Highlights an der Strecke: den Bissulapfad, die Ausoniushütte mit römischen Spielen, wie Rundmühle, Nüssekullern und Delta-Spiel, und die Rekonstruktion eines Straßenturmes mit Wehrgang sowie ein Stück freigelegte antike Originalstraße aus dem 1. Jahrhundert.
Am Ortsausgang von Kirchberg geht es vorbei an einem rekonstruiertem Leugenstein. Eine Leuge ist ein altes gallisches Längenmass, das 202 n. Chr. offiziell in den nördlichen Provinzen eingeführt wurde. Es entspricht einer Länge von 2,22 km.

Das erste Wegstück wird von zahlreichen Informationstafeln begleitet, bei Liederbach erreicht man den Bissulapfad. Hinter der Ortschaft Liederbach beginnt ein etwa 10 km langes schnurgerades Teilstück der Original-Römertrasse. Man kommt zur Ausoniushütte mit einem römischen Spielplatz, kurze Zeit später erreicht man Nachbau eines römischen Wachtturmes bei Dill. Vom Wehrgang des Turmes können wir unseren Blick nach Dill und in das Kyrbachtal schweifen lassen. Neben dem Turm kann man ein Stück der Originaltrasse betrachten. Der Weg führt uns weiter an der Schutzhütte „Augustushütte“ vorbei über Felder und Wiesen zwischen Sohren und Laufersweiler. Dort wechselt man auf die ausgeschilderte Römerrunde, ein Rundweg rund um den Ort Sohren und wandert hinein in den Ort.

Regional essen und übernachten können Sie in Sohren.

 

Bei Morbach (Foto: Hunsrück-Touristik GmbH, Phormat)

 

Am Archäologiepark Belginum (Foto: Hunsrück-Touristik GmbH, Phormat)

 

 

Sonntag: Premium-Wanderweg LandZeitTour und Archäologiepark Belginum

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht das Wander-Römer-Wochenende im Hunsrück mit einer Wanderung auf der Traumschleife LandZeitTour bei Morbach und einem Abstecher zum Archäologiepark Belginum weiter. Mit dem Auto fahren Sie von Sohren zur Wasserburgruine Baldenau bei Morbach-Hundheim (Fahrtzeit: ca. 20 Minuten; Parkplatz an der Burg).

 

Wanderung auf der Traumschleife LandZeitTour
Kilometer: ca. 8 km, Dauer: ca. 3 Std.

Eine Karte und detaillierte Routenbeschreibung finden Sie über diesen Link.

Die Wegeführung, die teilweise über Fuß- und Bohlenwege sowie Holzstege führt, vermittelt ein hohes Maß an Landschaftserleben. An derzeit 14 Stationen werden über Schautafeln und Ringbücher wichtige Etappen der Landschaftsgeschichte von der Römerzeit über das Mittelalter zur Zeit des Kurfürsten Balduin von Luxemburg bis hin zur Gegenwart skizziert. Schwerpunkt ist dabei die Entwicklung ökologisch wertvoller Biotope durch die bäuerliche Landwirtschaft und deren Sicherung für die Zukunft. Die Tour ist gleichzeitig als Zeitreise zu verstehen. Ein Alleinstellungsmerkmal bieten die lebensgroßen Figuren entlang des Themenweges, die von Künstlern aus Hinzerath entworfen und modelliert wurden und wichtige Tätigkeiten bestimmter Berufsgruppen für die Landschaftsentwicklung symbolisieren.

Startpunkt der Tour ist am Eingangstor der Ruine Burg Baldenau, der einzigen Wasserburg im Hunsrück. Von dort wandert man über Feuchtwiesen entlang der Quellbäche der Dhron, überquert die Kreisstraße und steigt über hügeliges Gelände auf zur Hundheimer Quellmulde. Über weitere Feldwege, vorbei an Infotafeln streift man den Ortsrand von Hinzerath und geht über freie Feldflächen. Geradeaus erblickt man den Stumpfen Turm von Hinzerath, einen ehemaligen Signalturm der Burgruine Baldenau. Dort gegenüber auf der anderen Straßenseite befindet sich der Archäologiepark Belginum. Man biegt aber erstmal ab und wandert auf den Waldrand zu. Hier in der Nähe der römischen Fernstraße wird diese Zeit an einer Schautafel dargestellt. Weiter geht es durch einen abenteuerlichen Wald und vorbei an Feuchtwiesen wieder zurück zur Ortsmitte von Hinzerath.

Man wandert aus dem Ort heraus nach kleinem Anstieg geradeaus über Wiesen und Felder. Kurz nach Eintauchen in den Wald steigt man zu einem kleinen Bachlauf hinab und sieht die Ruine einer ehemaligen Mühle. Der Pfad führt weiter durch den Wald hinauf auf eine weitere Wiesenfläche. Hier durchquert man auf einem sich stetig schlängenden Pfädchen das Areal des EU Life Projektes „Arnikawiesen“. Anschließend führt die Wanderung weiter zum ökologisch wertvollen Biotop der Arnikaschleife mit Infotafeln zu Flora, Fauna und Kreislauf des Lebens. Über Stege geht es durch das Quellmoor zurück zur Burg Baldenau.

 

Im Anschluss an die Wanderung haben Sie die Möglichkeit, ins „Café Pause – das kleine Stubencafé einzukehren.
Dieses bietet Pausenbrote mit verschiedenen Belägen, Kaffee, Tee, selbstgebackenen Vollwertkuchen und mehr.

 

 

Archäologiepark Belginum:

Schließlich erwartet Sie im Kreuzungsbereich von B 327 und B 50 an der Hunsrückhöhenstraße ein einzigartiges archäologisches Ensemble: der Archäologiepark Belginum mit keltisch-römischem Gräberfeld von Wederath „Hochgerichtsheide“ sowie der römerzeitlichen Siedlung Belginum mit mehreren Tempelbezirken und einem frührömischen Lager. In dem an historischer Stätte erbauten Museum werden die Ergebnisse jahrzehntelanger archäologischer Ausgrabungen präsentiert.

Das Leitmotiv der Ausstellungskonzeption ist die tausendjährige Geschichte auf der Hochfläche von Belginum. Hauptmotiv für die Gestaltung der Ausstellung ist die Straße, verbunden mit dem Blick in das wenige hundert Meter von der Siedlung entfernte Gräberfeld. In römischer Zeit führte die Fernstraße Trier – Mainz mitten durch den Vicus und das Gräberfeld. Unter dem Thema „Leben an einer Fernstraße“ entdeckt der Besucher, was an und unter der Straße lag. Die Zusammenstellung von Befunden, Funden, Illustrationen, Zitaten und Texten veranschaulicht die Arbeit der Archäologen: Das Deuten der Befunde und Funde und das Einordnen in historische Zusammenhänge. Und auch der Betrachter hat aufgrund des Systems von „finden und deuten“ die Möglichkeit, Geschichte zu entdecken und zu kombinieren. Mit der Präsentation ausgewählter Gräber wird „Ein-Blick“ in das Leben in keltischer und römischer Zeit gewährt.