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Abenteuer Technik

  • Römerbergwerk Meurin (Foto: K.-P. Kappest)
Reisetipp für Familien: Unternehmen Sie diesen Wochenendausflug nach Koblenz und in den Vulkanpark Osteifel - immer den Römern nach...

Natürlich sind Zeitreisen für Kinder spannend, wenn man sie denn kindgerecht gestaltet, und dazu bieten sich auf den Straßen der Römer viele Möglichkeiten.
Wo das Baumaterial der Römer herkam, kann man bei diesem spannenden Wochenendausflug erkunden.

 

Samstag:

Anreise nach Koblenz zur Festung Ehrenbreitstein

 

Festung Ehrenbreitstein, Koblenz

Festung Ehrenbreitstein, Blick auf das Landesmuseum
(Foto: Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Ulrich Pfeuffer)

 

Hoch über dem Deutschen Ecke, wo die Mosel in den Rhein fließt, finden Sie in der Jugendherberge auf der Festung Ehrenbreitstein günstige Familienzimmer. Nehmen Sie den spektakulären Schrägaufzug zum Check In für eine Nacht!

Die Festung selbst bietet viele Möglichkeiten für spannende Entdeckungstouren. Es gibt interessante Wechselausstellungen, darunter tolle Familien-Ausstellungen, und
ein großes Veranstaltungsprogramm.

In der Dauerausstellung im Haus der Archäologie sehen Sie unter anderem interessante archäologische Funde aus der Römerzeit und von Stationen der Straßen der Römer. Im Hands on-Erlebnisbereich darf man an regelmäßigen Terminen in die Hand nehmen, was sonst nur in Vitrinen steht! Wie liegt ein Faustkeil in der Hand? Wie fühlt man sich in einem 12 kg schweren keltischen Kettenpanzer? Wie anstrengend ist das Kornmahlen mit der Hand? Solche Forscherfragen kann man durch Ausprobieren und Erfahren am eigenen Leib selbst beantworten. Infos und Termine im Internet.

 

Mit der Seilbahn ist die Festung direkt mit der Koblenzer Innenstadt verbunden (Foto: Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, U. Pfeuffer)

 

Blick auf die Koblenzer Altstadt (Foto: Koblenz-Touristik GmbH, Dominik Ketz)

 

Zum Mittag geht es mit der Seilbahn über den Rhein hinunter in die Koblenzer Altstadt zum Stadtbummel. Zur Abkühlung im Sommer bietet sich der Wasserspielplatz am Deutschen Eck mit Biergarten an. Das beste Eis der Stadt findet man an der Liebfrauenkirche mit Schauproduktion im eGeLoSia!

Und wenn das Wetter schlecht ist? R(h)ein ins Romanticum Koblenz! Dort begeben sich große und kleine Passagiere eines imaginären Schiffes auf eine nicht alltägliche, multimediale Zeitreise in das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Denn diese Ausstellung ist anders: Hier sprechen Sofas zu den Besuchern, Sessel lesen Gedichte vor, Scheinwerfer erzählen Sagen und Kameras verraten spannende Geschichten von Burgen und Schlössern.

Unser Tipp für das Abendprogramm: Besuchen Sie doch das Koblenzer Jugendtheater.
Rückfahrt mit der Seilbahn zur Festung

 

 

Sonntag: Ausflug in die Osteifel

 

Römerbergwerk Meurin (Foto: K.-P. Kappest)

Römerbergwerk Meurin (Foto: K.-P. Kappest)

 

Nach dem Frühstück Check Out und Fahrt zum Römerbergwerk Meurin in Kretz. Diese Sehenswürdigkeit ist nicht nur eine Station der Straßen der Römer, sondern auch des Vulkanparks Osteifel. Ab jetzt dreht sich alles um Vulkanismus, genauer gesagt: um Vulkangestein, wie man es gewinnt und was man damit machen kann.

Im Römerbergwerk Meurin steigt man hinab in die unterirdische Arbeitswelt römischer Bergmänner und Soldaten. Taschenlampen werden nicht benötigt. Durch den modernen Abbau wurde der antike Steinbruch freigelegt. Große Teile der alten Bergwerksdecke sind heute verschwunden. Dafür führen gut begehbare Stege, Rampen und Treppen den Besucher nicht nur durch das Stollensystem, sondern auch darüber hinweg. So ist es wohl das einzige Bergwerk, das man aus der Vogelperspektive betrachten kann.

In der Antiken Technikwelt, dem zweiten Ausstellungsbereich, lässt sich an vielen Stationen und Werkstätten die Welt des römischen und mittelalterlichen Bauwesens direkt erleben. Spielen Sie römische Spiele, mahlen Sie Mehl und sägen Sie wie die Römer Steine zurecht. Mittwochs, sonntags und an ausgewählten Thementagen dürfen Sie und Ihre Kinder noch mehr ausprobieren, die eigene Geschicklichkeit testen und Ihre Kräfte messen. Dann finden auch kostenfreie Kurzführungen statt.

 

Mittags bietet sich ein Ausflug zum Laacher See an, einem Einbruchkrater, der nach Entleeren der Magmakammer unterhalb des Vulkankegels durch einen Einsturz entstanden ist.
Unser Tipp: Essen im Blockhaus Laacher See und im Anschluss eine Runde Minigolf beim Campingplatz oder Tretbootfahren auf dem See.

 

 

Im Mayener Grubenfeld (Foto: K.-P. Kappest)

 

Dann geht es weiter nach Mayen zum Vulkanpark Erlebniswelten Grubenfeld mit der Ausstellung „SteinZeiten“ am Rande einer uralten Bergbaulandschaft: dem Mayener Grubenfeld.

In der Mitmachausstellung „SteinZeiten“ werden Sie für einen Tag zum Bergarbeiter in einem 7.000 Jahre alten Basaltsteinbruch und erleben beim Sprengen, Göpeln, Kranen, Tragen und Hebeln die verschiedenen Arbeitsschritte zur Gewinnung des vulkanischen Gesteins. Außerdem sind zahlreiche originale Ausstellungsstücke zu sehen.

Direkt nebenan befindet sich das alte Steinbruchgelände Mayener Grubenfeld. Hier bauten bereits Kelten und Römer vulkanisches Gestein ab. Heute beheimatet es abertausende Fledermäuse und ist damit das bedeutendste Fledermausquartier in Deutschland. Der Schacht 700, ein ehemaliger Grubeneingang, wurde für die Besucher freigegeben und lässt mit etwas Glück einen Blick auf die Fledermäuse zu.

Übrigens: Jährlich am 3. Juliwochenende findet bei den Erlebniswelten Grubenfeld ein Römerlager statt!

Bildquelle:
Vulkanpark / Klaus-Peter Kappest GDKE, Ulrich Pfeuffer A. Kordel